Neuigkeiten



Mary’s Meals Mitarbeiterin Klara Brandtner stellt sich vor

 

Liebe Freunde von Mary’s Meals!

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Klara

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Mein Name ist Klara Brandtner, und ich darf seit September die Öffentlichkeitsarbeit von Mary’s Meals in Österreich unterstützen.
 Die Vision von Mary’s Meals ist mein eigenes Herzensanliegen. Ich freue mich immer sehr, wenn ich die leuchtenden Augen der Kinder, welche die Mahlzeiten von Mary’s Meals erhalten, in den Berichten aus den Schulen sehe.

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Die Wahrung der Würde und der Rechte jedes einzelnen Menschen – besonders der Kinder dieser Welt – war mir schon immer besonders wichtig. Bei meinem Studium der Rechtswissenschaften habe ich mich auf Internationales Recht spezialisiert, weil mich die Bereiche Entwicklungsvölkerrecht und Menschenrechte am meisten interessiert haben. Meine Diplomarbeit verfasste ich über die Bedeutung von Multi-Stakeholder-Partnerships bei der Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) der UNO, durch welche bis 2015 eine Verbesserung in den Bereichen Armut und Hunger, Bildung, Gesundheit und Umweltschutz bewirkt werden sollte.

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Bei Mary’s Meals kann ich jetzt konkret etwas für die Umsetzung dieser Ziele tun, denn Mary’s Meals bietet einen einfachen und effektiven Weg zur Überwindung von Armut und Hunger auf der Welt. Es ist sehr beeindruckend zu sehen, dass diese einfache Bewegung so Großes bewirken kann.

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Wenn Sie sich für Mary’s Meals engagieren möchten und Unterstützung für Ihr Projekt brauchen, oder wenn Sie Mary’s Meals unter Ihren Freunden bekannt machen möchten, wenden Sie sich bitte an mich. Ich kann Ihnen Informationen bereitstellen und komme auch gerne in Schulen und Gemeinden, um Mary’s Meals vorzustellen.

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Mary’s Meals in Haiti

P Tom

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„Musik ist ein Geschenk Gottes“, sagt P. Tom. „Sie kann so viel dazu beitragen, Trennungen zu heilen, Konflikte zu reduzieren, Harmonie zu lehren und miteinander zu kooperieren. Das sind die größten Herausforderungen, denen unsere Schüler und ihre Familien in Haiti gegenüberstehen. Und wir glauben, dass Musik ein großartiges Mittel ist, Eifersucht, Minderwertigkeitsgefühle und Enttäuschungen zu überwinden.“

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P. Tom Hagana ist seit fast 30 Jahren in Haiti für die ärmsten Menschen im Einsatz. Angespornt von der Katholischen Soziallehre, gründete der US-amerikanische Salesianerpater im Jahr 1986 die Organisation „Hands together“, um sich bedingungslos für die schwächsten und am meisten benachteiligten Brüder und Schwestern einzusetzen.

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Mary`s Meals ernährt heute in den Schulen von „Hands together“ und Caritas Hinche an jedem Schultag 30.380 Kinder.

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Die Karibikinsel Haiti ist mit ihren 10 Millionen Einwohnern das ärmste Land der westlichen Hemisphäre und gehört zur Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Berüchtigt ist die Insel wegen ihrer Slums und der hohen Kriminalitätsrate, deren Wurzel in die Zeit der 300 Jahre dauernden Geschichte ihrer Sklaverei zurückreicht.

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Trotz aller Enttäuschungen – vor 10 Monaten wurden zwei Mitarbeiter von „Hands together“ in Haiti ermordet – hat P. Tom den Glauben an das Evangelium nicht verloren. In seinem Leben erfährt er die Worte des Hl. Apostels Paulus hautnah: „Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark… Meine Gnade genügt dir; denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit.“ (2Kor 12).

Im tiefen Vertrauen, dass es auch für die Kinder Haitis eine Zukunft gibt und dass Hass, Enttäuschung und Kriminalität überwindbar sind, hat P. Tom gemeinsam mit der Diözese von Port-au-Prince, die dafür ein Grundstück zur Verfügung stellt und die Lehrer bezahlt, begonnen, eine Musikschule zu bauen. „Dort, wo Worte nichts mehr ausrichten, verändert die Musik den Menschen“, ist P. Tom überzeugt.

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INFO: www.handstogether.org

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 Neuigkeiten aus Malawi

Malawi

Fatima ist eine neue Mitarbeiterin im Mary`s Meals – Team in Malawi. Ihre Aufgabe wird es sein, uns von den Schulprojekten in Malawi zu berichten. Bevor sie zu Mary`s Meals kam, arbeitete sie in einer humanitäre Hilfsorganisation als Communications Officer in Pakistan und Sri Lankat. Als sie dort in einer Mittagspause den Film Child31 sah, wurde sie vom Wunsch erfüllt, einmal für Mary`s Meals arbeiten zu können. Malawi war dabei immer ein geheimer Traum von Fatima, sind doch ihr Vater und ein Großteil ihrer Familie in diesem Land aufgewachsen.

Fatimas großer Wunsch war es deshalb, all die Kinder, Mütter und Gemeinschaften kennen zu lernen, die Mary`s Meals erhalten, mit ihnen Zeit zu verbringen und ihre Geschichten zu hören, damit sie allen engagierten Unterstützern und freiwilligen Mitarbeitern, die diese Arbeit ermöglichen, davon berichten kann.


Hier berichtet sie uns über ihre ersten Eindrücke:

Hallo allerseits aus dem sehr sonnigen Blantyre in Malawi!

Nun bin ich einige Tage hier und ich möchte euch kurz über meine ersten Eindrücke vom Land informieren. Lasst mich beginnen mit der Gegend, wo ich mich gerade einlebe.

Blantyre ist eine geräumige, lebhafte Stadt, mit einer gelassenen Kulisse. Es gibt keine Hochhäuser, keine hoch aufragenden Gebäude und auch keine zweistöckigen Häuser, die die Skyline der Stadt stören, stattdessen wird sie aus Bergen und üppigen grünen Feldern gebildet. Was ich bisher von Malawi während meiner Fahrt vom Flughafen zu meiner Unterkunft gesehen habe, ist dies ein Land mit enormer landschaftlicher Schönheit.

Allerdings muss man nicht weit reisen, um die lähmende Armut, die hier existiert, zu sehen. Und das ist weshalb ich – auch ohne noch die Schulen besucht zu haben oder Mary’s Meals Malawi bei der Arbeit gesehen zu haben – bereits begonnen habe zu verstehen, welch positive Auswirkungen MM auf das Leben von Tausenden jeden Tag hat. Die unglaublichen Unterstützer und Ehrenamtlichen von Mary’s Meals geben wirklich Hoffnung und ermöglichen es Generationen, in ein Land zu kommen, in welchem Armut die Gesellschaft kaputtgemacht hat.

 

Ich werde niemals den Moment vergessen, als ich heute hier gelandet bin; als ich vom Flughafen zum Büro gebracht wurde und zum ersten Mal junge Schulkinder barfuß in ihren nicht passenden Schuluniformen auf den trockenen Schlammstraßen herumlaufen oder bei der Bushaltestelle spielerisch raufen sah und ich mir ein Lächeln nicht verkneifen konnte. Das genau sind die Kinder, welchen Mary’s Meals auf eine ganz einfache Weise Hoffnung gibt – indem es ihnen eine bessere Zukunft ermöglicht. Und nach langen 48 Stunden bestehend aus hektischem Packen, emotionalen Verabschiedungen und einem 11-Stunden-Flug hätte ich mir keinen besseren Grund zu lächeln erhoffen können.

 

Und ich habe das Gefühl, dass ich noch viele Gründe mehr zu lächeln haben werde.

FatimaFatima

Malawi

In Malawi erreichen wir derzeit 25 Prozent aller Grundschulkinder des Landes. Bei einer verheerenden Flut Anfang des Jahres 2015 wurden über 170 Menschen getötet, und Zehntausende sind obdachlos geworden. Die Mary’s Meals Mitarbeiter in Malawi sorgten einerseits dafür, dass die Kinder in dieser Notsituation ihre täglichen Mahlzeiten erhalten. Andererseits beteiligen sie sich an der Katastrophenhilfe und versorgten etwa 2000 Menschen, die durch die Flut ihre Wohnmöglichkeiten verloren haben, mit Nahrungsmitteln. Außerdem bemühen wir uns, eine längerfristige Unterstützung für all jene sicherzustellen, die ihr Heim mitsamt ihrem ganzen Besitz verloren haben.

 


Mary’s Meals in Liberia

Eines der Länder, in denen wir uns im vergangenen Jahr besonders eingesetzt haben, ist Liberia. Dieses westafrikanische Land bringt viele Herausforderungen mit sich. Die Ebola- Epidemie war eine große Herausforderung für unser Ernährungsprogramm, da mit der Ausrufung des Notstandes im September alle Schulen geschlossen wurden.
Mary’s Meals hat schnell reagiert und die Nahrungsmittelausgabe von den Schulen in die Häuser der Familien und in die Quarantänestationen verlegt. Mit unserem Katastrophenhilfsprogramm konnten wir 100.000 Kinder in 333 liberianischen Gemeinden der Bezirke Bomi, Grand Cape Mount und Montserrado erreichen.

Vor dem Ausbruch der Epidemie konnten rund 130.000 Kinder in den Schulen Liberias verköstigt werden.

„Wir sind seit 1997 in Liberia tätig, als dort ein grauenvoller Bürgerkrieg herrschte“, berichtet Magnus MacFarlane-Barrow, der Gründer und Geschäftsführer von Mary’s Meals. „Damals haben wir die Menschen in einer Situation unterstützt, als das Land von unvorstellbarer Gewaltanwendung und Gräueltaten heimgesucht wurde. Wir werden ihnen auch weiterhin helfen und ihnen in einer Zeit zur Seite stehen, in der sie gegen einen furchterregenden, unsichtbaren Feind anzukämpfen haben. Dank der Großzügigkeit unserer Freunde und Unterstützer auf der ganzen Welt kann Mary’s Meals in akuten Krisen schnell reagieren und lebensrettende Nahrungsmittel an Menschen, die in Not geraten sind, verteilen.“

Nachdem die Zahl der Ebola-Fälle in Liberia gesunken ist, hat die Regierung nach und nach die Wiedereröffnung von Schulen erlaubt, sofern die strengen Maßnahmen umgesetzt werden die einen Neuausbruch der Krankheit verhindern sollen. Mary’s Meals hat gemeinsam mit seinen Helfern und Freunden schnell reagiert und sein Schulernährungsprogramm an vielen Orten wieder aufgenommen.
In dem sehr armen Land ist das tägliche Essen für die Kinder eine große Motivation, den Unterricht regelmäßig zu besuchen. Der Schulbesuch ist für die Kinder eine unvorstellbare Chance und schenkt ihnen gerade nach den traumatisierenden Erfahrungen der vergangenen Monate eine große Hoffnung.

Das Team von Mary’s Meals vor Ort arbeitet eng mit den Schulverantwortlichen zusammen, um die Sicherheit aller zu gewährleisten und die richtigen Vorbeugungs-Maßnahmen umzusetzen.
So wird zum Beispiel bei jedem Kind, jedem Lehrer und jedem Mitarbeiter von Mary’s Meals Fieber gemessen, bevor er oder sie das Klassenzimmer betritt. Außerdem müssen sich alle an den Schuleingängen die Hände mit einer Chlor-Lösung desinfizieren.
Mariama war eines der ersten Kinder, das wieder zum Unterricht gehen konnte, als ihre Schule nach einem halben Jahr wieder die Pforten öffnete. “Ich bin so froh, dass ich wieder hier sein kann“, erzählt die Dreizehnjährige. „Ich konnte in den vergangenen Monaten nicht lernen. Mein Wunsch ist es, Buchhalterin zu werden, und deshalb sind meine nächsten Schuljahre sehr wichtig für mich.”

 


Mary’s Meals hat das Leben von 20.000 hungrigen Kindern in Sambia verändert 

Durch die täglichen Schulmahlzeiten wird derzeit 20.000 Kindern in Sambia, dem westlichen Nachbarland von Malawi, der Schulbesuch ermöglicht.
Saidee ist eines von den Kindern, das jetzt zur Schule gehen kann. Vorher stand der Bub täglich um fünf Uhr morgens auf, um den Garten seines Nachbars zu pflegen. Nachdem er den ganzen Tag in der brütend heißen Hitze gearbeitet hatte, kehrte er um fünf Uhr nachmittags nach Hause zurück, um seine einzige Mahlzeit am Tag zu sich zu nehmen. „Wenn ich hungrig bin, fühle ich mich krank. Manchmal sehe ich dann ganz unscharf und kann nichts mehr erkennen“, erzählt Saidee.
„Der Maisbrei ermöglicht mir, in die Schule zu gehen, weil ich jetzt für mein Essen nicht mehr arbeiten muss“, berichtet der Bub, der ein begabter Läufer ist. „Ich kann jetzt auch besser laufen, weil ich mehr Energie habe.“

Auch wenn wir Kinder wie Hawa nicht selbst in die Arme nehmen können, wie Agatha und Biomah es tun, so können wir doch die Schmerzen, die ihnen der Hunger verursacht, nehmen und mithelfen, dass sie zur Schule gehen. Durch kleine Akte der Liebe ermöglichen wir es Kindern wie Saidee, in eine hellere Zukunft zu laufen.

 


Bosnien-Herzegowina

Während die Zahl der Kinder, die wir ernähren können, wächst, gehen andere Projekte zu Ende. So hat sich in Bosnien-Herzegowina der Fokus der Arbeit unserer Partner vor Ort verändert, weshalb es dort keine Schulmahlzeiten von Mary’s Meals mehr geben wird.

 


Was kostet es, ein Kind ein Jahr lang zu ernähren? 

Wir freuen uns besonders, dass die Kosten für das Schulessen pro Kind und Jahr auch heuer, genau wie 2014, bei € 14,50 im weltweiten Durchschnitt liegen. In Malawi kann ein Kind nach wie vor um weniger als zehn Euro pro Jahr in der Schule essen. Mary’s Meals hilft an sehr unterschiedlichen Orten, und so gibt es Unterschiede bei den Nahrungsmittel- und Transportkosten. Wir versuchen, so effizient und sparsam wie möglich zu arbeiten, und können uns dabei auf die großzügige Mitarbeit vieler Ehrenamtlicher stützen. So trägt auch weiterhin jede Spende, egal ob groß oder klein, erheblich zum Gelingen unserer Arbeit bei.