Libanon und Syrien



Schulmahlzeiten für Kinder in Aleppo

„Es sind wie immer die Unschuldigsten, die Kinder, die am meisten leiden müssen. Inmitten des blutigen Konflikts in Syrien kann Mary’s Meals dank vieler großzügiger Unterstützer syrischen Flüchtlingskindern einen Hoffnungsschimmer schenken, da sie durch die Bereitstellung einer warmen Schulmahlzeit wieder den Unterricht besuchen.“, ist Magnus MacFarlane-Barrow angesichts der verzweifelten Lage der vom Bürgerkrieg betroffenen Syrer überzeugt.

Vor einem Jahr hat Mary’s Meals gemeinsam mit der niederländischen Organisation Dorcas begonnen, Kindern einer Volksschule in Antelias nahe Beirut tägliche Schulmahlzeiten bereit zu stellen. Die rund 1000 Kinder besuchen seither regelmäßig die Schule und die Zusammenarbeit zwischen syrischen und libanesischen Freiwilligen – meist die Mütter der Kinder – hat wesentlich dazu beigetragen, Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen abzubauen.

Deshalb soll das Ernährungsprogramm nicht nur fortgesetzt, sondern um ein weiteres Projekt in einer Flüchtlingssiedlung im Süden von Beirut ausgedehnt werden.

Zusätzlich wird Mary’s Meals im syrischen Aleppo täglich 1.491 Kindern in sechs Schulen nahrhafte Schulmahlzeit bereitstellen. „Die meisten dieser Schüler haben in ihrem jungen Leben unvorstellbare Traumata erfahren – inmitten der größten humanitären Katastrophe unserer Zeit. Jetzt bekommen sie endlich eine Chance, etwas von ihrer verlorenen Kindheit zurückzuerhalten, zu spielen, zu lernen und zu träumen.“, sagt Magnus. „Hoffen wir, dass Mary‘s Meals ihnen ein wenig Licht nach Jahren der Dunkelheit, des Leidens und der Gewalt schenken kann.“

Die Arbeit in Aleppo muss laufend einer Gefahrenbewertung unterzogen werden, da es derzeit noch ungewiss ist, wie lange der Friede anhalten wird. „Jeder Tag, an dem nicht geschossen wird, ist eine großes Geschenk und eine Gelegenheit, die man nutzen muss, um zu helfen.“, ist Magnus überzeugt.

 

Syrische Flüchtlingskinder im Nahen Osten brauchen dringend Hilfe.

(März 2016)

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In einem kleinen, kalten Zimmer in Bourj Hammoud, Libanon, lächelt ein kleines, 7-jähriges Mädchen namens Amena in die Kamera. Sie trägt einen roten Pullover und greift nach der Hand ihrer zwei Jahre alten Schwester. Vor drei Monaten musste sie mit ihrer Familie aus ihrer ländlichen Heimat in Syrien fliehen und die vier haben Zuflucht in diesem Wohnblock gefunden. In der Nacht schlafen sie zu viert, Seite an Seite, auf einer einzigen, dünnen Matratze. Der feuchte Raum ist schlecht belüftet, aber wenn sie das Fenster öffnen, regnet es hinein. Amena ist sieben Jahre alt und ist nur einen Monat in die Schule gegangen.

Ihre Mutter Hanan sagt, die Familie habe Syrien verlassen, weil sie nichts mehr zum Leben hatten, und jetzt sind sie hier und haben auch kaum etwas. Ihr gesamtes Hab und Gut beschränkte sich auf einige Kleidungsstücke, einen Staubsauger und ein paar Kinderspielsachen. Da sie auf Spenden angewiesen sind, bittet Hanan um Kleidung für ihre Kinder. Eine lokale Kirche hat ihnen einmal zu essen gegeben, aber jetzt essen sie einfach, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Hanan macht sich Sorgen um ihre Kinder, weil es kalt ist. Beide Kinder sind krank; eines hat begonnen, Blut zu husten, aber es gibt keinen Zugang zu medizinischer Versorgung.

Sie hofft, dass sie bald wieder nach Hause zurückzukehren können.

(Die Namen wurden von der Redaktion geändert.)

 

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Mary’s Meals Schulmahlzeiten für syrische Flüchtlingskinder

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Syrische Kinder

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Betroffen vom Leid so vieler syrischer Flüchtlinge, die gezwungen waren, aus ihrer Heimat zu fliehen, startet Mary’s Meals ein Schulernährungsprogramm im Nahen Osten.

In einem Pilotprojekt werden tägliche Schulmahlzeiten für 1.000 Kinder in einer Schule in der Stadt Antelias, 5 km nördlich von Beirut bereitgestellt. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von der „People’s Postcode Lottery“.

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Schwierige Lebensbedingungen im Libanon

Wegen des schon fünf Jahre dauernden Bürgerkriegs haben mehr als 1,1 Millionen Flüchtlinge die Grenze von Syrien in den Libanon überquert. Der Libanon wurde durch den großen Flüchtlingszustrom stark belastet – viele Menschen sind arbeitslos, hungrig und leben in erbärmlichen Verhältnissen.

So wird der Libanon ist das dreizehnte Land, in dem Mary’s Meals tätig ist.

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Die Schulmahlzeiten von Mary‘s Meals können Flüchtlingskindern einen Hoffnungsschimmer schenken.

Magnus MacFarlane-Barrow, Gründer und Geschäftsführer von Mary’s Meals sagt angesichts der verzweifelten Lage der Flüchtlinge, die aus dem vom Krieg zerrütteten Syrien fliehen müssen: „Es sind wie immer die unschuldigsten, die Kinder, die am meisten leiden müssen. Wir haben einige Monate recherchiert, wie Mary’s Meals dazu beitragen könnte, das Leid, das durch diese größte humanitäre Krise unserer Zeit verursacht wurde, ein wenig zu lindern. Und ich bin sehr erfreut, dass wir bald beginnen werden, im Libanon Schulmahlzeiten für eine kleine Anzahl von syrischen Kindern und ihre libanesischen Mitschüler auszugeben.

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Inmitten des blutigen Konflikts in Syrien kann Mary’s Meals Dank großzügigen Unterstützer den syrischen Flüchtlinrskindern wieder einen Hoffnungsschimmer schenken. Durch die nahrhaften täglichen Mahlzeit können sie wieder in die Schule gehen – so wie es auch in anderen Ländern geschieht, wo die Einführung von Mary’s Meals einen starken Anstieg der Schülerzahlen und eine Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und der schulischen Leistungen zur Folge hat.“

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Derzeit gehen mehr als zwei Millionen syrische Kinder nicht zur Schule und sind laut UNO gefährdet, zu einer „verlorenen Generation“ zu werden. „Es gibt weltweit 59 Millionen Kinder, die nicht in die Schule gehen, und noch mehr, die an chronischem Hunger leiden. Darum bitten wir unsere Unterstützer, uns zu helfen, das nächste hungrige Kind zu erreichen, das auf Mary’s Meals wartet. Wir müssen tun, was wir können, da jedes einzelne Kind zählt.“, so Magnus.

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Mary‘s Meals baut auf die Mithilfe von Freiwilligen vor Ort

Bei der Durchführung arbeitet Mary’s Meals mit Dorcas, einer niederländischen Hilfsorganisation, zusammen, die seit 2013 im Libanon tätig ist, sowie mit dem Ministerium für Bildung und Hochschulbildung des Landes.

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Wie bei allen Mary’s Meals Projekten, wo das Engagement und die Eigenverantwortung der Gemeinde einen zentralen Stellenwert haben, werden die Schulmahlzeiten von Freiwilligen aus der Gemeinde vor Ort und von den Eltern oder Verwandten der Schulkinder aus Syrien zubereitet. Die syrischen Flüchtlingskinder werden gemeinsam mit libanesischen Kindern essen und den Unterricht besuchen. Sie werden gesunde und reichhaltige Wraps und Sandwiches bekommen, gefüllt mit verschiedenen Zutaten, die dem Geschmack der Kinder dieser Region entsprechen.

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Mary’s Meals wird mit Dorcas die Auswirkungen des Pilot-Programms auf die syrischen Flüchtlingskinder überprüfen und versuchen, kontinuierlich Verbesserungen vorzunehmen, damit möglicherweise später weitere Kinder erreicht werden können.

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Weltweit ernährt Mary`s Meals heute  täglich 1.101.206 hungrige Kinder am Ort ihrer Ausbildung  – in Ländern wie Malawi, Liberia, Sambia, Kenia, Haiti, Indien und Süd-Sudan.