Hilfe aus Österreich



So sieht es aus, wenn Rucksäcke gut ankommen…

 

 

 

Frühjahr 2015: Die lange Reise hat sich gelohnt. Wieder sind 5000 österreichische Rucksäcke in Malawi gelandet. Vielen Dank an all die fleissigen und großzügigen Packer! Die Kinder freuen sich sehr über diese wertvollen Geschenke!

 



„19.000 gesammelte Rucksäcke von Österreich nach Malawi und Liberia gesendet! DANKE“

Die Idee ist ganz einfach:

Österreichische Kinder packen für afrikanische Kinder eine Schultasche und ermöglichen ihnen damit den Schulbesuch.

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Wie funktioniert das Projekt konkret?

Schulkinder verschenken ihren (abgelegten) Rucksack (Schultasche, Schulranzen…) und befüllen ihn mit Schulmaterial und einigen Gebrauchsartikeln des täglichen Lebens. Alle Materialien (außer Hygieneartikel) dürfen gebraucht sein, solange sie in einem guten Zustand sind. Dann werden die Rucksäcke zentral gesammelt und zu Kindern nach Afrika verschifft.

Die Frachtkosten übernimmt Mary’s Meals. Das Schulmaterial ist die ideale Ergänzung zum Schulernährungsprogramm. Das Rucksackprojekt ist ein effektiver Weg, die Kinder bei ihrem Schulbesuch zu unterstützen. Oft können sich die Eltern Materialien, wie z.B. Stifte, Schulhefte und Schulkleidung nicht leisten. Durch die täglichen Mahlzeiten und die Schulrucksäcke bekommen die Kinder die Möglichkeit zu lernen und so einen Ausweg aus der Spirale der Armut.

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Bildung auch für die Kinder in Österreich

Das Rucksackprojekt unterstützt die Ausbildung von afrikanischen Kindern, zum Beispiel in Liberia oder Malawi. Aber das Rucksackprojekt dient auch der Bewusstseinsbildung in den Köpfen und Herzen der Kinder in Österreich: es ist nicht selbstverständlich, jeden Tag zu essen zu haben und zur Schule gehen zu dürfen. Das Packen eines Schulrucksacks hilft Kindern auch zu verstehen wie wichtig es ist, Verantwortung für ihre Mitmenschen zu übernehmen.

 

 

Durch die großzügige Unterstützung von Freunden von Mary’s Meals in Österreich können vielen Kindern in einigen der ärmsten Länder der Welt tägliche Schulmahlzeiten ermöglicht werden.

 

Im Namen der ärmsten Kinder der Welt wollen wir von Herzen danke sagen für diese außerordentliche Hilfe – sie schenkt Nahrung, Bildung und Hoffnung!

 

Wie sehr eine einzige Schale Getreide am Tag die Welt verändern kann, bringen Vanessa und Joyce aus Malawi in ihrem Lied zum Ausdruck: „One cup of porridge – we are not hungry. One cup of porridge – we go to school. One cup of porridge – we can grow.“ (Eine Schale Getreide – wir sind nicht hungrig. Eine Schale Getreide – wir gehen in die Schule. Eine Schale Getreide – wir können wachsen.)

Eure Spenden haben sehr positive Auswirkungen auf das Leben all jener, die eine tägliche Mahlzeit am Ort ihrer Ausbildung erhalten. Für das neue Jahr hoffen wir, dass wir noch mehr Kinder erreichen können. So planen und hoffen wir, unser Ernährungsprogramm in Malawi, Liberia und Sambia ausbauen zu können. Ein solches Wachstum wäre nicht möglich ohne Ihre großzügige Unterstützung, für die wir aus ganzem Herzen danken.“

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IM NAMEN ALL JENER KINDER, DENEN IHR GEHOLFEN HABT – DANKE!

 

MALAWI
Malawi kämpft nach wie vor mit dem Problem des Hungers, vor allem von Kindern. Viele brechen deswegen die Grundschule ab, wobei die Mädchen besonders betroffen sind. Von der malawischen Regierung durchgeführte Untersuchungen konnten nachweisen, dass Hunger einen außerordentlich negativen Einfluss auf den Schulbesuch und die Leistungen der Kinder hat. In Malawi besteht seit einigen Jahren eine dauernde Ernährungsunsicherheit durch Umwelteinflüsse und eine instabile Wirtschaftslage, was sich in einem Anstieg der Kosten für viele Konsumgüter, inklusive Nahrung und Treibstoff, auswirkt. In den Monaten Oktober bis März durchleben viele Menschen in Malawi jährlich eine Hungerzeit, da die Lebensmittelvorräte der letzten Ernte (März bis Mai) zu Ende gehen. Schulernährungs-Programme sind unverzichtbar in einer solchen Zeit, wo vor allem die Kinder sich in einer permanenten Hungersituation befinden. Politisch gesehen brachte das Jahr 2013 eine besondere Herausforderung für die malawische Regierung, da einige Kabinettsmitglieder infolge von Korruptionsvorwürfen ausscheiden mussten. Als Folge dieser Unsicherheit und als Reaktion auf die Korruptionsvorwürfe stellten viele ausländische Investoren ihre Hilfszahlungen für Malawi ein, was unzweifelhaft negative Auswirkungen für das Land haben wird, vor allem auch deshalb, da jetzt die jährliche Hungerzeit bereits begonnen hat. Das Ernährungsprogramm von Mary`s Meals läuft völlig unabhängig vom politischen System, weshalb man davon ausgehen kann, dass der Maisbrei den Kindern ungehindert täglich bereitgestellt werden kann. Mary`s Meals ist in Malawi seit dem Jahr 2002 im Einsatz und ernährt derzeit täglich 644.983 Kinder in 471 Schulen, die sich in 19 von 28 Distrikten des Landes befinden. Die Kosten für tägliche Schulmahlzeiten betragen in Malawi 8,15 Euro pro Jahr. Das hocheffiziente Ernährungsprogramm ist auf einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Schulen, Ortsgemeinschaften und Mary`s Meals aufgebaut. Diese Vorgangsweise stärkt die Eigenverantwortung der Ortsbewohner und weckt das Verständnis für die Wichtigkeit von Schulbildung und Nachhaltigkeit.
Derzeit werden die täglichen Mahlzeiten in 14 Schulen im Süden von Malawi mit insgesamt 16.551 Schülern ausschließlich von der OASE DES FRIEDENS gesponsert.

Die Schulen sind: Chimbwinda, Kasupe,Chilipa, Matipa, Chipini, Mpachika, Chawe, Goleka, Kanjedza, Chilomoni Lea, Ethuleni, Mtondo, Chamunguma, Chanukha.
HAITI
Haiti ist noch immer mit großen Herausforderungen betreffend die Ernährung von Kindern und deren Ausbildung konfrontiert. Für 67 Prozent der 10 Millionen Einwohner gibt es keine Nahrungsmittelsicherheit. Die Unterernährung von Kindern ist besorgniserregend. Die Choleraepidemie von 2010 und die häufigen Hurrikans bedeuten eine ständige Bedrohung für die Bevölkerung. Obwohl die Zahlen der Anmeldungen in den Grundschulen zwischen 2006 und 2012 deutlich gestiegen sind (von 49 auf 77 Prozent), erreichen nur 33 Prozent der Kinder die fünfte Schulstufe. Die meisten von ihnen brechen die Schule wegen Hunger ab. So besuchen 400.000 bis 500.000 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren, von denen die meisten in ländlichen Gebieten leben, keine Schule.
Mary`s Meals arbeitet in Haiti mit den beiden Partnerorganisationen „Hands together“ in Port-au-Prince und Gonaives und „Caritas Hinche“ in Hinche zusammen. Diese Partner stehen in engem Kontakt zu den Ortsgemeinschaften und haben eine genaue Kenntnis jener Schulen, wo die Not am größten ist. Die Hauptnahrung sind Reis und Bohnen mit Tomaten und Gemüse. Über die Hälfte der Lebensmittel Haitis, einschließlich 80 Prozent des Reises, müssen importiert werden. Wo immer es möglich ist, bezieht Mary`s Meals Nahrungsmittel und Gemüse, die vor Ort gewachsen sind. Derzeit ernährt Mary`s Meals in Haiti 26.060 Kinder in 70 Schulen.
Das tägliche Essen für 1.003 dieser gesundheitlich gefährdeten Kinder wird in Haiti durch die Spenden der OASE DES FRIEDENS bereitgestellt.
LIBERIA
Seit dem Bürgerkrieg in Liberia sind beinahe 10 Jahre vergangen. Doch trotz dieser verhältnismäßig langen Friedenszeit gibt es nach wie vor nur wenig Infrastruktur und eine geringe Lebensmittelproduktion im Land. Liberia gilt als das 14.ärmste Land der Welt, in dem 95 Prozent der Bevölkerung mit weniger als zwei Dollar am Tag das Auslangen finden müssen. Wegen Mangelernährung sind 40 Prozent der Kinder unterentwickelt. Und obwohl der Schulbesuch seit dem Jahr 2008 kostenlos ist, bleiben über 60 Prozent der Kinder, vor allem wegen Hunger, der Schule fern. Die Kosten für die täglichen Mahlzeiten sind in Liberia deutlich höher als in Malawi. Die Kinder erhalten Reis, Bohnen und mit Spurenelementen angereicherten Maisbrei. Derzeit verköstigt Mary`s Meals in Liberia täglich 113.503 Kinder in der Schule. Das entspricht 16,7 Prozent der Kinder in den Grundschulen Liberias. Durch die Spenden der OASE DES FRIEDENS werden täglich 225 Mahlzeiten in der St. Raphael Grundschule im Distrikt Sinje bereitgestellt.
KENIA
Eine der ärmsten Gegenden Kenias ist Turkana County. 94 Prozent der Bevölkerung Turkanas lebt unter der Armutsgrenze. Im Jahr 2009 blieben mehr als 80 Prozent der Kinder, vor allem wegen Hunger und Migration, der Schule fern. Mary`s Meals unterstützt in Kenia Ernährungs-Programme in Kindergärten für Kinder unter sechs Jahren. Derzeit verköstigt Mary`s Meals täglich 6.559 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Die meisten dieser Kinder leiden unter Mangelernährung. Es konnte festgestellt werden, dass wesentlich mehr von diesen Kindern als sonst in der Folge die Schule besuchen. Durch die Spenden der OASE DES FRIEDENS werden derzeit täglich 1.405 dieser von Mangelernährung bedrohten Kinder verköstigt.

 

 

ANZAHL DER KINDER DIE TÄGLICH EINE SCHULMAHLZEIT ERHALTEN

2002 – 200
2004 – 20.000
2006 – 106.000
2008 – 354.000
2009 – 379.000
2010 – 470.000
2011 – >600.000
2012 – >700.000
2013 – >822.142
2015 – > 1 Million

„Das Essen ist sehr gut. Wir waren aufgeregt, als wir sie die Küche bauen sahen – wir wussten, Mary‘s Meals kommt. Vorher, als wir nichts zum Essen hatten, verließen wir die Schule, um etwas zu suchen. Jetzt sind wir voll und können Fußball spielen, wenn die Schule aus ist.“ Abel, 7 Jahre alt