Hunger in Ostafrika



 

Jede einzelne Mahlzeit von Mary’s Meals ermöglicht Leben, Hoffnung und Freude

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Bei unserem letzten Gespräch mit unseren Freunden im Südsudan spürte ich eine Spannung zwischen Hoffnung und Verzweiflung, die in dieser humanitären Katastrophe gegeneinander ankämpfen. Aber ich bin überzeugt, dass die Hoffnung siegen wird. Das unerwartet große Echo auf unseren Hilfeaufruf für Ostafrika sichert nicht nur die Einhaltung unseres Versprechens an
die 46.000 Kinder, die bereits im Südsudan und Kenia Schulmahlzeiten erhalten. Es wurde uns dadurch auch möglich, sieben neue Schulen im Bundesstaat Lakes im Südsudan mit den täglichen Mahlzeiten von Mary’s Meals zu versorgen.

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Dank Ihrer anhaltenden Liebe und Großzügigkeit, liebe Spender, können noch mehr verzweifelte und bedürftige Kinder eine tägliche nahrhafte Mahlzeit in der Schule bekommen.

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Dennoch ist die Versuchung zu verzweifeln groß. In einigen Teilen des von Konflikten erschütterten Südsudans ist eines von drei Kindern akut unterernährt. Jeden Tag kommen erschöpfte Mütter zu den Schulen, in denen Mary‘s Meals angeboten wird. Sie tragen ihre unterernährten Kinder und bitten uns, sie zu füttern. Moses Kopurot Kenyi, der die Arbeit von Mary‘s Meals im Südsudan koordiniert, erzählte uns: „Wenn die Kinder zu uns in die Schule kommen, schauen sie oft krank und schwach aus, und jede Woche sterben ein paar Kinder, während ihre Eltern unterwegs sind, um Nahrung zu suchen. Aber ich kann unsere Schulen und das Mary‘s Meals-Ernährungsprogramm mit Stolz als Hoffnungsträger für das Überleben bezeichnen.“ Auch seine Kollegin, Schwester Esther, wollte über die Hoffnung sprechen, als sie sagte: „Die Schule gibt den Kindern und Lehrern hier in dieser verheerenden Krise und Hungersnot Hoffnung, weil sie wissen, dass sich jemand irgendwo auf der Welt um ihr Leben und ihre Ausbildung sorgt. Die Freude in den Gesichtern der Kinder ist kaum zu verbergen, besonders wenn sie die Schulküche betreten, die wahrscheinlich der einzige Ort für sie ist, wo sich ihre Hoffnung auf Nahrung erfüllt.“

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Moses, Schwester Esther und alle anderen, die für diese Kinder im Einsatz sind, vermitteln Hoffnung, andernfalls hätten sie wohl schon längst aufgegeben. Aber ohne das kostbare Geschenk von Mary‘s Meals bin ich mir nicht sicher, wie es möglich wäre, diese Hoffnung am Leben zu erhalten. „Was würde ich ohne das Schulernährungsprogramm machen?“, fragt Rose, eine ehrenamtliche Köchin aus der Gemeinde. „Ich habe vier Kinder, die die Schule besuchen und die Mahlzeiten bekommen. Ich möchte mein Leben dafür einsetzen, dass jedes Kind etwas zu essen bekommt, weil ich weiß, dass sie zu Hause nichts bekommen. Die Situation ist schlecht, und viele Kinder schauen unterernährt und schwach aus. Aber Mary‘s Meals gibt mir die Hoffnung, dass meine Kinder trotz dieser Unruhen ausgebildet und ernährt werden können.“ Unterschätzen Sie bitte niemals die enormen Auswirkungen, die jedes einzelne ihrer Geschenke hat. Heute werden weltweit 1.230.171 Kinder eine Mahlzeit von Mary’s Meals erhalten. Jede einzelne davon ist das Resultat Ihrer Güte. Jede einzelne Mahlzeit ermöglicht Leben, Hoffnung und Freude.

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Strahlende Kinder im Südsudan mit ihrer Mary’s Meals Mahlzeit

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Der neunjährige Joseph lebt im Südsudan, wo ein brutaler Bürgerkrieg wütet. Familien müssen fliehen, Schulen werden zerstört, und die Bevölkerung hungert in weiten Teilen des Landes. Die Familie des kleinen Joseph hat kaum genug zu essen

und er und seine Eltern, Geschwister und Großeltern leben in Angst vor den Kämpfen, die in der Nähe statt nden.
“Ich habe kein gutes Zuhause – kein Essen, keine Kleidung, kein eigenes Bett, und in der Nähe werden Leute umgebracht.”, berichtet Joseph.

Jeden Tag steht er um 5 Uhr morgens auf, wäscht sein Gesicht und macht sich auf den Weg zur Schule. Da es zu Hause nichts
zu essen gibt, freut er sich, nach dem einstündigen Fußmarsch in der Schule Maisbrei und Bohnen von Mary’s Meals zu bekommen. Meistens ist dies sein einziges Essen am Tag. “In der Schule mag ich am liebsten, dass wir neue Dinge lernen und etwas zu essen bekommen.”, sagt Joseph. „Das ist der eigentliche Grund, warum uns unsere Eltern in die Schule schicken. Sie freuen sich sehr, wenn sie sehen, dass wir etwas essen. Einige Familien haben nämlich keine Nahrungsmittel – so wie auch wir. Das Essen, das wir in der Schule bekommen, ist das einzige Essen bis zum nächsten Tag.“ Wenn er daran denkt, wie das Leben ohne Schule wäre, sagt er: „Wenn ich nicht in die Schule gehen könnte, wäre das Leben um einiges schlechter. Alle von uns, die Mary’s Meals Mahlzeiten bekommen, gehen jeden Tag in die Schule. Ohne Mary’s Meals wäre ich nicht fähig zu lernen und einige von uns wären gestorben. Wir sind sehr froh, dass wir essen und lernen können.“

Joseph weiß, dass Bildung für seine Zukunft sehr wichtig ist, und er hofft, dass er später einmal anderen helfen wird können. „Wenn ich viel lerne, werde ich einen Job bekommen. Wenn ich mit der Schule fertig bin, möchte ich Priester werden, um armen Leuten zu helfen.“

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Ostafrika wird zur Zeit von einer enormen Krise heimgesucht und Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht. Helfen Sie uns, hungernde Kinder zu erreichen.

 

Spenden

 

Eine lang anhaltende Dürre und bewaffnete Konflikte haben eine humanitäre Katastrophe ausgelöst, die sich über mehrere Länder streckt. In zwei der betroffenen Länder werden Schulmahlzeiten von Mary’s Meals ausgegeben: Südsudan und Kenia.

Im Südsudan wütet ein brutaler Krieg. Familien werden gezwungen, aus ihren Häusern zu fliehen, Schulen werden zerstört, und in Teilen des Landes wurde offiziell eine Hungersnot erklärt. In Turkana, im Norden von Kenia, ist das Leben ein ständiger Kampf ums Überleben – im trockenen Wüstenland trocknen die Flüsse aus und das Volk und der Viehbestand kämpfen ums Überleben.

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Wissenswertes:

  • Mehr als 20 Millionen Menschen in ganz Ostafrika sind vom Hungertod bedroht und die Vereinten Nationen sprechen von der schlimmsten humanitären Krise seit 1945.
  • Im Südsudan sind 7,5 Millionen Menschen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen, knapp zwei Millionen mussten ihre Heimat verlassen.
  • Mehr als die Hälfte der Kinder des Landes besuchen im Süd-Sudan nicht die Schule – das ist mehr als in jeder anderen Krisenregion der Welt.
  • In Turkana hat es drei Jahre hintereinander kaum geregnet – Durst, Hunger, dezimierter Viehbestand und Seuchen sind die Folge.
  • Mit der nächsten Regenzeit, die voraussichtlich auch ausfallen wird, wird sich die Situation wahrscheinlich verschlechtern.
  • Mary’s Meals ist seit 2008 im Südsudan und seit 2005 in Kenia aktiv und arbeitet daran, hungrige Kinder durch die Bereitstellung einer täglichen Mahlzeit in die Schule zu locken.

In dieser schwierigen Zeit ist die tägliche Mahlzeit von Mary’s Meals nicht nur ein Anreiz, zur Schule zu kommen, sondern auch ein Rettungsanker für bedürftige Kinder.

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Hier schildert Magnus MacFarlane-Barrow seine Erfahrungen:

 

Liebe Freunde,

Jeden Tag kommen im Südsudan, wo Mary’s Meals seit 2008 aktiv ist, Mütter und offensichtlich unterernährte Kinder in die Schulen. Sie kommen aus Regionen, in denen Krieg und Hungersnot wüten, und suchen nach Nahrung und etwas Sicherheit. Immer wieder hört man verzweifelte Kinder vor Hunger weinen – manche scheinen dafür sogar zu schwach zu sein.

 

Inmitten dieser immensen humanitären Katastrophe, die hauptsächlich durch den Bürgerkrieg verursacht wurde, bekommen die Kinder weiterhin Essen von Mary’s Meals. Es ist schon faszinierend, dass sich 16.000 Kinder in 33 Schulen im Südsudan täglich in Reihen anstellen, um zwischen den Unterrichtsstunden ihren kostbaren Teller voll Mais und Bohnen zu bekommen. Dass sie das tun, ist ein Beleg für das Engagement und die Ausdauer unserer Partnerorganisation, ihres Personals, der Lehrer und der ehrenamtlichen Köche, die selbst unter diesen entsetzlichen und furchteinflößenden Umständen nicht damit aufhören, das Schulernährungsprogramm zu organisieren und zu beaufsichtigen. Es gibt in diesen Gemeinden eine große Liebe für Mary’s Meals – eine große Wertschätzung dafür, dass wir trotz allem ihren Kindern die Treue gehalten haben.

 

Eines dieser Kinder ist der 9-jährige Daniel. Er lebt in einer
 vom Bürgerkrieg erschütterten Gegend des Südsudan und musste schon große Ängste durchleben. Er sagt: „Ich habe Angst vor
 den Kämpfen und dass uns die Tiere gestohlen werden. Ich möchte nicht, dass diese Leute Kinder töten.“

Daniel steht jeden Morgen früh auf, um die Kuh der Familie zu melken, sodass er und seine Geschwister die Milch trinken können. Dann macht er sich auf seinen 80-minütigen Weg in die Schule, wo er etwas zu essen bekommt. Er sagt, es macht ihm Spaß, in der Schule zu singen und zu spielen und Mathematik zu lernen.

Daniel hofft, dass er einmal Arzt werden kann. “Ich möchte einmal wie die sein, die uns Essen geben”, sagt Daniel, “und anderen Leuten helfen.”

In unseren Schulen steigt die Schülerzahl Tag für Tag und die umliegenden Gemeinden flehen uns an, Mary’s Meals auch ihren hungrigen Kindern bereitzustellen. Viele der Schulen, in denen keine täglichen Mahlzeiten angeboten werden, mussten geschlossen werden. Wir haben ihnen gesagt, dass wir alles tun werden, um auch zu ihnen zu kommen, wenn es die Finanzen zulassen.

 

Es ist uns bewusst, dass wir in letzter Zeit eine Menge dringender Spendenaufrufe machen mussten – wir leben tatsächlich in einer Zeit, in der es viele Krisenherde gibt. Aber Sie sollen wissen, dass wir Ihre Geschenke an Mary’s Meals niemals als selbstverständlich betrachten.

Jede Spende wird mit der selben tiefen Liebe und Wertschätzung entgegengenommen, mit der auch die dankbaren Menschen im Südsudan und in Kenia die Mary’s Meals Mahlzeiten empfangen.

 

Danke, dass Sie die Rufe der hungernden Kinder hören. Wir danken Ihnen im Namen von Daniel und mehr als einer Million weiterer Kinder, die durch Ihre Hilfe ernährt werden können, weil sie Ihnen nicht persönlich danken können.

 

Magnus MacFarlane-Barrow

Gründer und Geschäftsführer

 

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