Liberia




Mary’s Meals wurde in Liberia während des schrecklichen Bürgerkrieges tätig und lieferte Hilfsgüter. Im Jahr 2006 kam das Schulernährungsprogramm dazu. Dieses ist seither stetig gewachsen und heute das zweitgrößte Mary’s Meals Projekt (nach Malawi).

 

Emma Turner (Projektleiterin von Mary’s Meals Tubmanburg) beschreibt ihre Arbeit in Liberia:

1994 begann Mary’s Meals in Liberia zu arbeiten. Wir versorgen die Kinder mit täglichen Mahlzeiten an ihren Schulen, unterstützen eine Schule für Gehörlose und eine technische Schule. Außerdem entwickeln wir ein Projekt, um Reis anzubauen. Und wir schicken regelmäßig Hilfsgüter in der Form unseres Rucksackprojekts. Die meisten unserer Projekte haben ihren Sitz in der Verwaltungsregion Bomi.

 

Seit wir in Liberien tätig sind haben wir viele schwierige Jahre – für das Land und seine Bevölkerung – beobachtet. Es ist schön, dass wir jetzt auch in Jahren des Friedens zusammenarbeiten und unser Bestes tun können, um beim Wiederaufbau zu helfen. Unsere Hauptarbeit sind die Schulmahlzeiten. Viele Schulen wurden wiedereröffnet und Kinder beginnen die Jahre der verlorenen Schulbildung nachzuholen. Die meisten unserer Projekte sind in kleinen Dörfern. Dort sind die Kinder oft zu hungrig, um in die Schule zu gehen oder müssen dabei helfen, Essbares in der Natur zu finden. Und selbst wenn sie in die Schule kommen sind sie zu schwach, um sich zu konzentrieren und etwas zu lernen.

 

Mary’s Meals hilft dabei, den Druck auf Familien und Gemeinschaften zu verringern, nimmt den Kampf gegen Unterernährung auf und bringt die Kinder dazu, in die Schule zu gehen. Manche der Dörfer sind so abgelegen, dass man sie nicht über Straßen erreichen kann, Daher kommen die Männer der Dörfer zur nächsten Straße und tragen die Lebensmittel in ihre Gemeinden. Die Eltern tragen zu den Mahlzeiten bei indem sie das Gemüse für die Sauce bringen und sich beim Kochen abwechseln. Wir unterstützen auch die St.Dominics Hauptschule, wo die meisten  Schüler ehemalige Kindersoldaten sind.

 

Typische Mary’s Meals Mahlzeit in Liberia:

Die Schulkinder essen Reis und Fisch mit einer würzigen Gemüsesauce. So bekommen sie eine ausgewogene Mahlzeit mit Zutaten aus ihrer Region. Mary’s Meals stellt dabei Reis, Fisch, Salz und Gewürze zur Verfügung und bittet die Eltern Öl und frisches Gemüse dazuzugeben. Reis ist in Liberia Grundnahrungsmittel, obwohl im Land selbst kaum welcher angebaut wird. Daher müssen wir ihn importieren, was relativ teuer ist. Der Fisch kommt von liberischen Fischern aus Monrovia. Das trägt unmittelbar zur Förderung der lokalen Wirtschaft bei.

 



Bevölkerung: 3,5 Millionen

 

Partnerprojekte:

Oscar Romero Schule für Gehörlose
Das Leben in Liberien ist hart genug, aber wenn man taub ist, dann schaut es tatsächlich sehr trostlos aus.

 

St.Benedicts Schule für Technik
Viele Jugendliche haben durch die Jahre des Krieges verpasst, in die Schule zu gehen.

 

Aufbau der lokalen Landwirtschaft
Liberien ist auf Lebensmittelimporte angewiesen, da die Landwirtschaft nach dem Krieg noch nicht ausreichend wiederaufgebaut ist.

 

Rucksäcke und mehr
Regelmäßige Lieferungen von Lernunterlagen und Lehrmittel an Schulen sollen Kindern eine Ausbildung ermöglichen.