Malawi



Mahlzeiten in Zentren für unter 6-jährige

Viele der Kinder in diesen Tageszentren sind Waisenkinder und haben so einen sicheren Ort, den Tag zu verbringen. Sie bleiben bis ca. 15 Uhr und bekommen 2 Mahlzeiten am Tag. Bei der Ankunft in der Tagesstätte bekommen die Kinder einen Becher Likuni Phala – ein spezieller mit Vitaminen angereicherten Maisbrei. Vormittags spielen sie und lernen das Alphabet und Zählen. Bevor sie wieder nach Hause gehen, bekommen sie noch eine Mahlzeit aus Insima – weißer Mais und Gemüse. So profitieren die Waisenkinder in diesen Zentren nicht nur von den Mahlzeiten, sondern stehen auch unter fürsorglicher Betreuung. Die frühe Heranführung an Erziehung und Bildung legt den Grundstein für eine erfolgreiche Teilnahme in der Grundschule.

 

Schulmahlzeiten an Grundschulen

Bei der Errichtung der Schulküchen arbeitet Mary’s Meals eng mit lokalen Organisationen zusammen. Jeder – Stammesführer, Lehrer, Kirchenoberhaupt – wird in den Prozess miteinbezogen. Für gewöhnlich wird Land für den Bau einer Küche, die an die Schule angrenzt, gespendet. Lehrer und Eltern organisieren eine Gruppe Freiwilliger, die abwechselnd das Kochen übernehmen. Mary’s Meals stellt die Küche, Kochequipment, Training und natürlich regelmäßige Lieferungen von Likuni Phala zur Verfügung. Jedes Projekt wird regelmäßig von Mitarbeitern von Mary’s Meals besucht, um die Freiwilligen zu unterstützen und einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Außerdem werden Daten gesammelt, um die Auswirkung der Schulmahlzeiten auf die Schüler im Auge zu behalten. Mary’s Meals versorgt über 20% der schulpflichtigen Kinder des Landes.

 

Das Programm ist so ausgelegt, dass damit tausende Kinder erreicht werden können. Schlüssel des Erfolges sind Eigenverantwortung der Schulen und Gemeinschaften und die Mithilfe vieler freiwilliger Helfer, die die Mahlzeiten kochen und austeilen. Mary‘s Meals arbeitet eng mit lokalen Betrieben zusammen, die Mais und Soja von Kleinbauern in ganz Malawi erwerben, verarbeiten und in den Schulen verteilen. Die Zusammenarbeit mit den lokalen Schulbehörden und sorgfältiges Überwachen des Ernährungsprogramms durch ein Mary‘s Meals-Team gewährleistet die Wirksamkeit des Programms.

 

Dreizehn Schulen im Süden von Malawi mit insgesamt 16.551 Schülern werden von Mary’s Meals in Österreich gesponsert. Die Schulen sind: Chimbwinda, Matipa, Chipini, Mpachika, Chawe, Goleka, Kanjedza, Chilomoni Lea, Chilipa, Ethuleni, Mtondo, Chamunguma und Chanuka.

 

Joyce Banda, Präsidentin Malawis: „Es ist offensichtlich, das die Arbeit von Mary’s Meals in Malawi zur Erhöhung der Schuleinschreibungen, verbesserten Schulbesuche und besseren Lernergebnisse beiträgt. Dies wird durch den Anstieg der Kinder, die ihre Prüfungen bestehen, bestätigt.“

Bevölkerung: 14,2 Millionen

In Malawi gibt es Mary’s Meals am längsten – als Pilotprojekt im Jahr 2002 begonnen.

 

 

Projekte:

Schulküchen in Malawi

Matipa Schule – Zomba
In der Matipa Schule im Süden Malawis, die von der Katholischen Kirche geleitet wird, werden zur Zeit 951 Schüler unterrichtet. Die Schule hat durch ein Bohrloch im Boden während des ganzen Jahres Zugang zu Trinkwasser, um das Likuni Phala, die ortsübliche Mais-Mahlzeit, zu bereiten. Die Schule hat sechs Lehrer, die in sechs Klassenzimmern Kinder in acht Schulstufen unterrichten.

Seit Mary’s Meals hier vor sechs Jahren begonnen hat, Mahlzeiten bereit zu stellen, ist die Schülerzahl ständig gestiegen und die Prüfungsergebnisse der Kinder haben sich signifikant verbessert. Immer wieder werden jetzt den besten von ihnen Plätze in höheren Schulen angeboten.

Chipini Schule – Zomba
Die Chipini Schule im Süden Malawis wird von 1295 Schülern – 629 Buben und 666 Mädchen – besucht, die von acht Lehrern unterrichtet werden. Die Leitung der Schule untersteht der Diözese Zomba. Die Kinder kommen aus sieben umliegenden Dörfern in die Schule. Auch hier gibt es ein Bohrloch für Wasser, um das Likuni Phala zu bereiten.

Seit Mary‘s Meals im Jahr 2005 hier mit dem Ernährungsprogramm begonnen hat, ist die Schüleranzahl ständig gewachsen und die Rate der Schüler, die den Schulabschluss positiv schaffen, ist um 30 Prozent angestiegen.

„Wir erhalten jetzt eine Mahlzeit in der Schule und das ermutigt uns, mehr zu lernen und uns besser zu engagieren.“
Boimah Johnson, 17 Jahre