Indien





2005 begann Mary’s Meals mit seiner Arbeit in Indien. Wir unterstützen heute Projekte in zehn Bundesstaaten. Dort bekommen Kinder eine tägliche Mahlzeit, die wegen ihrer Kaste, Behinderung, Geschlecht oder HIV von der Gesellschaft ausgegrenzt werden.

 

Mary’s Meals Projekte gibt es in:
Andhra Pradesh, Bihar, Chattisgarh, Jharkhand, Karnataka, Madhya Pradesh, Punjab, Tamil Nadu, Uttar Pradesh und West Bengalen.

 

Man schätzt, dass über 250 Millionen Dalits oder “Unberührbare” in Indien von chronischer Armut betroffen sind. Mary’s Meals bietet Kindern, die in Gemeinschaften ohne Zugang zu Bildung geboren wurden, eine Rettungsleine. Meistens waren auch die Eltern nicht in der Schule und sie erwarten nicht, dass ihre Kinder das tun könnten. Die Kinder müssen als Lumpensammler, Wächter oder Bettler arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen und haben keine Möglichkeit, diese Arbeit mit einem Schulalltag zu verbinden.

 

Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, werden die Mahlzeiten von Mary’s Meals (meist Reiscurrygerichte mit Fleisch, Fisch, Gemüse und Eiern) nicht an Schulen sondern an offenen Bildungszentren ausgeteilt. Diese sind ein effektiver Weg um Kindern aus der Kaste der Dalit eine Bildung zu ermöglichen. Jedes Zentrum unterrichtet rund 30 Schüler für 3-4 Stunden am Tag und die “Schule” kann alles sein – von einem Zeltlager bis zu einem Bahnhof. Die Mahlzeit zieht die Kinder an – und dann bleiben sie beim Unterricht, der ihnen eine völlig neue Perspektive geben kann.

Beim Lernen auf Schiene bleiben! Kinder in den Eisenbahnslums

Mary’s Meals unterstützt ein Projekt, das Kinder aus den Eisenbahnslums von Kolkata in Indien ernährt.

Die Veränderung, die Mary´s Meals an ihren Schülerinnen bewirkt, beschreibt Schwester Lizy, die das Projekt betreut.

“Diese Kinder sind sehr arm, einige von ihnen haben nicht einmal eine ordentliche Mahlzeit am Tag. Mit der Hilfe von Mary´s Meals können wir diesen Kindern jeden Tag zu Mittag eine nahrhafte Mahlzeit geben und wir können die Veränderungen in ihrem Lernerfolg und in ihrem Benehmen deutlich feststellen.”

Um die 100 Mädchen werden mit diesem Projekt ernährt. Viele dieser Mädchen leben in Hütten, die aus provisorischen Materialien zusammengestückelt sind, entlang der Eisenbahnlinie und arbeiten als Lumpensammlerinnen, oder sie kümmern sich um ihre jüngeren Geschwister.

Als sie mit dem Schulbesuch begannen, waren die Mädchen den neuen Tagesablauf und die Regelmäßigkeit fester Unterrichtsstunden noch nicht gewöhnt, aber sie haben alles rasch akzeptiert, so berichtet Schwester Lizy.

“Sie besuchen nun regelmäßig ihre Klassen und auch ihr Gesundheitszustand hat sich merklich verbessert. Ihre Eltern sind sehr glücklich.”